Geschichte
Schwendi
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Großschafhausen
Orsenhausen
Schönebürg
Sießen im Wald
Lage
Ortsplan

Großschafhausen

Als Besitz des Klosters Rot an der Rot wird 1182 "Schafhusen" erstmals urkundlich genannt. Der Ort blieb bis 1605 eine Filiale von Laupheim und kam dann unter das Patronat des Ochsenhausener Klosters, welches diesen Besitz 1691 an den Grafen Franz Albrecht von Oettingen abtrat. Eine bischöfliche Weisung besagte hierbei, daß das Patronat an Ochsenhausen zurückfallen würde, wenn der Patronatsherr kein Katholik sein sollte. Dies traf 1820 zu, als Baron von Süßkind in Schwendi das Patronat übernehmen sollte, dies jedoch aufgrund der genannten Klausel an den Fürsten von Metternich, Ochsenhausen, fiel. 1825 übernahm der württembergische Staat die Ortschaft.
1634 erfüllte sich ein grausames Schicksal, als die Schweden den Ort brandschatzten und plünderten. Waffen und Pest vernichteten die Einwohner, so daß der Ort über 50 Jahre menschenleer blieb. Die Wiederbesiedlung begann erst nach dem 30jährigen Krieg, als sich Tiroler Auswanderer ansässig machten. 1726 wurde die Pfarrkirche mit Friedhof errichtet, 1839 ein Amtsgebäude erstellt.
In den letzten Kriegstagen, am Nachmittag des 16. April 1945, hatte der Ort nochmals Schweres durchzumachen. Bei einem Bombenangriff wurde nicht nur schwerer Gebäudeschaden angerichtet, sondern auch 11 Menschen getötet. 1971 wurde Großschafhausen in die Gemeinde Schwendi eingegliedert.